Februar 2014 - Kulturstrolche besuchen Zirkus Dralladoni im Konzert Theater

Kulturstrolche besuchen den Zirkus Dralladoni im Konzerttheater

Nach der Vorstellung durften die Kulturstrolche der Lamberti-Schule
auf Tuchfühlung mit Schattenspieler und Bauchredner Günter Fortmeier gehen.
Foto: Daniel Peters

Coesfeld. Tiere in der Manege sorgen regelmäßig für Diskussionsstoff. Im Zirkus Dralladoni von Schattenspieler und Bauchredner Günter Fortmeier geht es jedoch zu 100 Prozent moralisch zu.
Von Daniel Peters

Seine Tiere sind seine Hände. Egal ob ein Schwan mit bayrischem Akzent, ein Forellen fressendes Krokodil oder ein nasepopelnder Schimpanse. Sie alle zaubert Fortmeier mit seinen Fingern auf eine weiße Leinwand. Die Schattenfiguren begeistern das junge Publikum dabei nicht weniger, als echte Tiere. Kaum haben die Kinder erkannt, wer da gerade über die Bühne huscht, rufen sie die Tiernamen begeistert in den Saal.

Doch Fortmeier ist nicht nur Schattentier-Dompteur, sondern auch Bauchredner. Den Sohn des Zirkusdirektors Professor Doktor Doktor Dralladoni mimt er mit einer Handpuppe für die Kinder ebenso überzeugend, wie Hund „Würstchen“ und Häsin „Rosalie“. Dass er es selbst ist, der alle Figuren sprechen lässt, glauben ihm die Kinder erst, als er seine Bauchrede-Kunst nach der Aufführung noch einmal demonstriert.

Da dürfen ihn nämlich die Kulturstrolche-Kinder der 2a und 2b der Lamberti-Grundschule mit Fragen löchern. „Wie lange haben sie geübt?“ – „An den Schattentieren habe ich fünf Jahre gearbeitet.“ – „Wie sind Sie auf die Idee gekommen.“ – „Ich war mal mit einem indischen Schattenspieler befreundet und fand das ganz toll.“ Mindestens so toll, wie die Kinder seinen etwas anderen Zirkus.

(AZ - Mittwoch 19.02.1014)